FreeBSD8amd64 bei Strato

Die aktuellen dedizierten PowerServer bei Strato sind ein relativ ansprechendes Angebot. Seit einiger Zeit habe ich ja einen – so langsam ist es aber mal dran, dass er ausgetauscht wird. Nun habe ich mir also einen neuen Server geholt. Dieser hat ein Software-RAID1, einen Opteron 146 und 1GB Ram. Dort habe ich dann versucht ein FreeBSD mittels Depenguinator 2 zu installieren – das war leider nicht moeglich. Also habe ich mir in Qemu ein 2GB AMD64-Image gebastelt. (siehe dazu auch: http://www.hcesperer.org/howtos/fbsd_alturo.html)

Bevor man mit der Installation anfaengt, sollte man das bereits installierte Linux einmal starten, sich einloggen und die Ausgaben der Programme ifconfig und netstat -r kopieren. Weiterhin die Informationen aus der Datei /etc/resolv.conf.

Das Image konnte ich dann einfach auf einen Webserver zum Download bereitstellen. Danach schickte ich den Strato-Server in den Rescue-Mode. Nachdem ich dort ein

apt-get update && apt-get install curl

gemacht habe, konnte ich das Image draufbuegeln. Mitlerweile habe ich ein ziemlich fertiges Image. Das wird dann demnaechst hier noch bereitgestellt. Um das zu benutzen, bootet man den Strato-Server einfach in den Rescue-Mode und fuehrt eben das apt-get update && apt-get install curl aus. Als naechstes das Image auf die erste Festplatte schreiben:

curl ftp://public.lando.cc/pub/unix/fbsd/fbsd8amd64-strato.img | dd of=/dev/hda conv=notrunc

Danach im Strato-Menue wieder auf den normalen Boot-Modus umstellen und anschliessend den Server rebooten und mit einem SSH auf die Strato RemoteConsole verbinden (ueber das Webinterface konfigurierbar). Wenn man dort drin ist, sollte einen bald ein FreeBSD8amd64 angrinsen.

Als Login habe ich den Nutzer unixfreunde mit dem Passwort unixfreunde vorbereitet. Mittels su – kann man auch root werden und dort auch das Passwort aendern. Danach muss man eigentlich nur noch die Netzwerkkonfiguration in /etc/rc.conf anpassen. Hierbei ersetzt man IPDEFAULTROUTER durch die zuvor in Erfahrung gebrachte IP der Standardgateway (mittels netstat -r). AAA.BBB.CCC.DDD ersetzt man einfach durch die IP des Servers (ipconfig) – AAA.BBB der Broadcastadresse ebenfalls durch die entsprechenden Werte.

Was noch kontrolliert werden sollte, ist die verbaute Netzwerkkarte. Bei mir war es jetzt ein Broadcom-Chipsatz – entsprechend das ifconfig_bge0 und die Route in der rc.conf aendern. Den Wert des DNS-Servers in /etc/resolv.conf muss man auch noch setzen. Dann sollte die Kiste soweit sein.

Bitte immer daran denken, dass FreeBSD 8 im Moment noch eine Entwicklerversion ist – der stabile Betrieb des Servers kann unter Umstaenden also nicht gewaehrleistet sein. 🙂

Update [2008-07-27]:

Bootmessages ueber serielle Konsole

Wenn das FreeBSD soweit laeuft, kann man noch die ein oder andere Geschichte verbessern. Dazu gehoert unter anderem das weitere Einstellen der seriellen Konsole. Damit man auch die Bootmessages und den Bootloader ueber die serielle Konsole lesen kann, bedarf es einer boot.config, die im root des Dateisystems liegt. Am einfachsten laesst es sich einrichten mit folgendem Befehl:

echo „-P -S57600″ >> /boot.config“

Dateisystem

Im Moment existiert eine 4GB Partition fuer / . Der Rest ist im Moment noch nicht zugewiesen – ebenso die zweite Festplatte. Was liegt also naeher als ein RAID1 draus zu machen? Dazu gibt es zwei moeglichkeiten. Wer auf ZFS steht, kann dort ein ZFS konfigurieren. Ich habe mich jedoch fuer ein geom_mirror entschieden. Man kann aus dem laufenden System heraus das ganze in einen Mirror umbauen. Eine sehr brauchbare Anleitung gibts hier: http://lantech.geekvenue.net/chucktips/jason/chuck/1175552464/index_html

4 Antworten zu “FreeBSD8amd64 bei Strato”

  1. Tobias sagt:

    Hallo,

    Du schreibst »Dort habe ich dann versucht ein FreeBSD mittels Depenguinator 2 zu installieren – das war leider nicht moeglich.«. Hast Du zufällig irgendwelche Informationen warum das nicht möglich war?
    Ich stehe vor dem gleichen Problem, möchte aber ein FreeBSD 8 erst gar nicht probieren, da das Ziel dann doch ein Produktiveinsatz von FreeBSD ist ;o)

    Wäre für jeden Tipp dankbar. Bisher habe ich es zwar immer geschafft die Images ohne Fehler zu erstellen, aber GRUB meint beim starten dann nur »Starting up…« und dann ist Ende.

    Gruss
    Tobias

  2. lando sagt:

    Da wuerde ich einfach empfehlen, dass du dir ein FreeBSD7.1 oder 7.0 Image in z.B. QEMU baust. QEMU war der einzige Emulator, den ich gefunden habe, der 64Bit Gastsysteme unterstuetzte. Die Anleitung zum QEmu Image funktionierte eigentlich relativ problemlos. Warum der Depenguinator nicht funktioniert, weiss ich auch nicht – das war fuer mich auch eher ein Raetsel.

  3. Tobias sagt:

    Ja, werde später mal FreeBSD 7.1 probieren. Auf diesen ganzen QEMU Kram habe ich eigentlich keine Lust… naja, ma sehen.
    Danke für Deine Tips.

  4. lando sagt:

    die qemu sachen sind eigentlich recht einfach. ich habe mit miwi in den letzten tagen recht viele dieser installationen gemacht. das funktioniert wunderbar und ist schoen einfach. wenn man dir bei der installation irgendwie helfen kann, du findest mich im irc unter dem namen lando. irc.unixfreunde.de #bsd

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