Archive for Februar, 2012

Ubuntu 10.04 HVM to PV

Freitag, Februar 24th, 2012

Wenn man ein Ubuntu als vollvirtualiserte Maschine hat (z.B. wenn man eine physikalische Maschine virtualisiert hat), dann kann man es nachträglich recht einfach in eine paravirtualisierte VM umbauen. Dazu muss der Kernel passen und die Konsoleneinstellungen müssen in der VM angepasst werden. Danach werden ein paar HVM-Einstellungen geleert und der PV-Bootloader festgelegt.

  1. Ubuntu Gast-Einstellungen:
    1. # apt-get update && apt-get install linux-image-generic-pae
      (oder  entsprechenden amd64-Kernel)
    2. # cp /etc/init/tty1.conf /etc/init/hvc0.conf
      Mit beliebigem Editor /etc/init/hvc0.conf editieren und alle vorkommenden tty1 durch hvc0 ersetzen und die Datei speichern.
    3. # shutdown -P now
      Die VM herunterfahren.
  2. XenServer-Einstellungen
    Auf der Konsole des XenServers müssen einige Einstellungen der VM angepasst werden
    1. # xe vm-list power-state=halted
      Zeigt alle abgeschalteten VMs an. Hier die gewünschte VM heraussuchen und die UUID notieren
    2. # xe vm-param-set uuid=UUID HVM-boot-policy=
      UUID durch die vorher ermittelte ersetzen. HVM-boot-policy wird ein leerer Wert zugewiesen
    3. # xe vm-param-set uuid=UUID PV-bootloader=pygrub
      Der Bootloader für die VM wird auf pygrub geändert.
    4. # xe vm-disk-list uuid=UUID
      Zeigt alle der Festplatte zugeordneten Festplatten an. Hier wird die UUID der VBD mit der ID 0 gesucht.
    5. # xe vbd-param-set uuid=VBD_UUID bootable=true
      Diese VBD wird als bootfähig markiert
    6. # xe vm-start uuid=UUID
      VM starten
  3. Gasterweiterungen in der VM installieren
    1. xs-tools.iso bei der VM einlegen
    2. # mount /dev/xvdd /mnt
      In der VM die CD mounten (ggf. die Device- und Ordnernamen anpassen)
    3. # cd /mnt/Linux; ./install.sh
      Gasterweiterungen installieren
      # dpkg -i /mnt/Linux/xe-guest-utils*i386.deb
      (oder statt i386.deb amd64.deb fuer 64bit-Systeme)
    4. # sudo reboot
      VM neustarten

Nach dem Starten der VM muss man meist das XenCenter neustarten, da er sonst keine Eingabe in der Konsole der VM erlaubt.

Diese Prozedur funktioniert sowohl bei Ubuntu 10.04 als auch bei 8.04 und 8.10. Die Namen der Kernel-Images unterscheiden sich zwar hier und da, der grobe Ablauf ist aber der selbe.

 

VMs beenden

Freitag, Februar 24th, 2012

Es gibt mehrere Möglichkeiten um VMs zu beenden. Der einfachste: im XenCenter ein Shut Down auslösen. Das hilft aber nicht immer, dann funktioniert meist ein Force Shut Down.

Heute hatte ich es, dass alle vollvirtualisierte VM keine Konsole mehr angezeigt hat – keinerlei Bild kam, noch nichteinmal irgendwas schwarzes. Auch auf der Konsole haben sich die VMs nicht beenden lassen. Ich bekam lediglich die Meldung, dass noch eine Operation ausgeführt wird. Auch ein xe task-list und xe task-cancel haben das nicht behoben.

Hier hat dann folgender Thread geholfen: http://forums.citrix.com/thread.jspa?threadID=274697&start=15&tstart=0. Der Thread ist zwar fuer XenServer 5.6, es trifft aber auch auf XenServer 6.0.0 zu.

Um es hier nochmal kurz zusammenzufassen:

  1. VM-UUID herausfinden:
    # xe vm-list name-label=XYZ_VM params=uuid
    uuid ( RO)    : ddf7adee-13ff-85d8-d631-8287359f84dc
  2. Domain-ID mittels der UUID der VM herausfinden:
    #  list_domains |grep ddf7adee-13ff-85d8-d631-8287359f84dc
    44 | ddf7adee-13ff-85d8-d631-8287359f84dc |    B H
  3. Die ID 44 dann zum zerstören der Domain verwenden:
    # /opt/xensource/debug/destroy_domain -domid 8
  4. Nun die VM neustarten:
    # xe vm-reboot uuid=ddf7adee-13ff-85d8-d631-8287359f84dc force=true
Danach sollte die VM neustarten und auch wieder verfügbar sein. Um zu testen, ob wirklich wieder alles in Ordnung ist, empfiehlt es sich, die VM nochmal herunterzufahren und dann neuzustarten (kein reboot, ein richtiger Shutdown). Ich hatte hier das Problem, dass ich eine Meldung bekommen habe: 24.02.2012 23:15:33 Error: Starting VM ‚XYZ_VM‘ – The VDI is not available. Das lässt sich am einfachsten durch ein Kopieren der VM beheben (Fastcopy reicht). Die Kopie sollte problemlos starten. Das Original kann dann einfach gelöscht werden.