Archive for the 'Betriebssysteme' Category

OpenMPI auf Solaris

Donnerstag, Februar 12th, 2009

Problem

Während meines Studiums komme ich nicht umhin auch mal ein wenig an Software herumzufrickeln – eine davon ist ein KSWS (komplexes SoftWare-System). Zu viert versuchen wir einen Petrinetz-Analyse-Tool aufzubohren, damit es netzwerkfähig wird. Durch den enormen Arbeitsspeicher verbrauch kommt es bei großen Netzen zu Engpässen. Dies versuchen wir dadurch zu umgehen, dass wir die einzelnen Zustände/Schaltvorgänge in einem Cluster zu verteilen, wozu OpenMPI zum Einsatz kommen sollte. Von einem Betreuer erfuhren wir dann, dass sein Nightly-Build-Script auf einem Solaris läuft. Dies stellte ihn vor das Problem, dass er nun versuchen müsste ein OpenMPI auf Solaris zur Verfügung zu stellen, was sich jedoch als schwieriger herausstellte als ihm lieb war.

pkgsrc auf Solaris

Ich habe nun schon die eine oder andere Sache mit pkgsrc zu tun gehabt – ein Paketmanagement, dass ursprünglich aus der NetBSD-Ecke kommt. Durch die enorme Portabilität läuft es auf vielen Betriebssystemen wie z.B. Windows – oder eben auch Solaris. Via CVS war pkgsrc schnell ausgecheckt (wie das geht, siehe pkgsrc-Handbuch) und dann ging das Suchen los: pkgsrc auf Solaris, ohne root-Zugriff in irgendeinen Ordner. Das pkgsrc-Handbuch half mir leider nicht viel weiter, also habe ich joerg@netbsd.org mal ein wenig dazu befragt. Er gab mir den Hinweis, dass ich nur ein –prefix beim bootstraping brauche. Der erste Versuch damit gab mir dann die Meldung, dass ich root-Zugriff brauche um durchzulaufen ODER ein –unprivileged benutze. Hier nun mal meine Konfiguration:

  • pkgsrc-Tree liegt ausgepackt unter: /users/wwwstud/ug003/pkgsrc/cvs
  • pkgsrc-Installation wird unter: /users/wwwstud/ug003/pkgsrc/pkgsrc liegen

Um nun pkgsrc zu installieren, wechselt man nach /users/wwwstud/ug003/pkgsrc/cvs/bootstrap und führt ein:

./bootstrap \

--prefix=/users/wwwstud/ug003/pkgsrc/pkgsrc \

--unprivileged

aus, was zumindest auf SunOS ekas 5.10 Generic_118833-33 sun4u sparc SUNW,Sun-Fire-V440 problemlos durchlief. Danach hat man eigentlich alles zur Hand, was man braucht. Was man natürlich noch beachten muss ist das, was einem pkgsrc zum Schluss des bootstraps noch als Hinweis gibt:

Please remember to add /users/wwwstud/ug003/pkgsrc/pkgsrc/bin to your PATH environment variable and /users/wwwstud/ug003/pkgsrc/pkgsrc/man to your MANPATH environment variable, if necessary.

An example mk.conf file with the settings you provided to „bootstrap“ has been created for you. It can be found in:

/users/wwwstud/ug003/pkgsrc/pkgsrc/etc/mk.conf

You can find extensive documentation of the NetBSD Packages Collection in /users/wwwstud/ug003/pkgsrc/cvs/doc/pkgsrc.txt.

Hopefully everything is now complete.
Thank you

Das hoffe ich dann natürlich auch, zumal mein eigentliches Problem mit OpenMPI damit noch nicht gelöst ist, denn dies gibts nur im WiP (Work-In-Progress)-Tree von pkgsrc.

pkgsrc WiP-Tree

Den WiP-Tree erhält man ebenfalls über CVS. Die Anleitung dazu gibt es auf den sourceforge-Seiten des pkgsrc-wip projects. Danach ist der WiP-Tree bei mir dann z.B. unter /users/wwwstud/ug003/pkgsrc/cvs/wip zu finden und man kann im Ordner openmpi ein bmake install clean durchführen. Am Ende hat man dann ein laufendes OpenMPI, dass ohne root-Zugriff auskommt – hoffte ich.

Perl 5.8.9-Fehler

Freitag, Januar 30th, 2009

Wieder mal einer dieser merkartigen Fehler: Ich habe ein frisches FreeBSD7.1 auf einem Xeon mit 1GB RAM und 2 SCSI-Platten im Software RAID-1 installiert. Ports-Tree geladen und wollte dann die eine oder andere Anwendung installieren: Ruby, portupgrade, Midnight Commander, … und spaetestens der Midnight Commander faengt an als Abhaengigkeit ein Perl haben zu wollen. Mitten drin brach das ganze aber mit folgendem Fehler ab:


==> Your Makefile has been rebuilt. <==
==> Please rerun the make command. <==
false
*** Error code 1

Stop in /usr/ports/lang/perl5.8/work/perl-5.8.9/ext/DynaLoader.
make config failed, continuing anyway...
Makefile out-of-date with respect to Makefile.PL
Cleaning current config before rebuilding Makefile...
make -f Makefile.old clean > /dev/null 2>&1
../../miniperl "-I../../lib" "-I../../lib" Makefile.PL "INSTALLDIRS=perl" "INSTALLMAN3DIR=none" "PERL_CORE=1" "LIBPERL_A=libperl.so"
Writing Makefile for DynaLoader
==> Your Makefile has been rebuilt. <==
==> Please rerun the make command. <==
false
*** Error code 1

Stop in /usr/ports/lang/perl5.8/work/perl-5.8.9/ext/DynaLoader.
*** Error code 1

Stop in /usr/ports/lang/perl5.8/work/perl-5.8.9.
*** Error code 1

Stop in /usr/ports/lang/perl5.8.
*** Error code 1

Stop in /usr/ports/lang/perl5.8.

Das fand ich dann ein wenig bedenklich. Also fing ich an zu gruebeln, was das sein koennte. Der Versuch ein frisches FreeBSD-Grundsystem zu installieren, scheiterte daran, dass irgendwelche Dateien nicht kopiert werden konnten, weil sie angeblich nicht existierten. Warum aber lief dann bitte das buildworld durch? Neuinstallieren und nochmal probiert. Aenderte nichts, das Perl brach beim selben Fehler wieder ab. Ich weiss nicht mehr genau bei welchem Befehl es war, aber irgendwann gab mir ein Kommando mal zurueck, dass das Systemdatum nicht stimmte. Bah! Widerliches Zeug, also Systemdatum korrigiert und auf ein neues Perl kompiliert – siehe da: geht doch!

Achja, fast haette ich es vergessen, zwischenzeitlich versuchte ich dann auf dem mit dem falschen Systemdatum nochmal ein aelteres Perl (5.6 oder so). Das hatte einen anderen lustigen Effekt: es hing in irgendeine Endlosschleife und erzeugte immer neue Shell/make-Prozesse.

Was es nicht alles gibt und was ein falsches Systemdatum nicht alles anrichten kann. Genug davon für heute, ich geh schlafen.

Plesk 9-Problemchen

Mittwoch, Januar 7th, 2009

Ich habe vor einiger Zeit von Plesk 8 auf Plek 9 umgestellt. In der Hoffnung, dass die Parallels-Leute einiges dazugelernt haetten. Aber das war wohl leider noch nicht der Fall. Es sind viele Schritte in die richtige Richtung getan worden (z.B. Umstellung von QMail auf Postfix), aber so buggy haette die Software niemals unters Volk gehen duerfen. Einer der boesesten Fehler haengt mit der Gross- und Kleinschreibung bei Domainnamen und eMail-Adressen zusammen. Sobald Grossbuchstaben im Spiel sind, kommen keine Mails mehr an. Sie werden allerdings auch nicht zum Absender zurueckgeschickt, sondern verschwinden einfach irgendwo. Ich weiss noch nicht wo, aber das finde ich noch heraus. 🙂

[Update 2009/03/16:] In den vergangenen Tagen gabs mal wieder ein bisschen Sorgen mit dem Mailing. Einige Mails (an info@) verschwanden, also gings mal wieder auf die Suche. Dabei bin ich ueber die postqueue gestolpert – da waren die ganzen nicht zugestellten Mails also hin. Schwuppdiwupp aussortiert und dann die Queue einfach mal ausgeleert. Danach dann weitergesucht, warum einige Mails zugestellt wurden und einige nicht. Dabei fand ich – wieder mittels postqueue -p – heraus, was das eigentliche Problem war. Der hostname-Eintrag in der main.cf war nicht korrekt. Dazu kamen noch zwei Begrenzungen fuer Postfachgroessen, die ich anpassen musste.

Fedora 10 Cambridge-Mirror

Freitag, November 21st, 2008

Wie durch Zufall ist mir heute schon das neue Fedora 10 begegnet. Ich habe die wichtigsten ISOs mal zum Download auf meinem FTP abgelegt. Zu finden unter: ftp://public.lando.cc/ . Die Version ist Final. Viel Spass damit. 🙂

Macbook-WiFi und Vista x64

Samstag, Oktober 4th, 2008

Leser meines Blogs wissen, dass ich ein Macbook mit Intel Core2Duo-Prozessor habe. Dazu noch 2GB RAM und mitlerweile eine 250GB Festplatte. Warum also nicht ein weiteres Betriebssystem neben dem FreeBSD installieren? Ein Windows fuer unterwegs ist nicht ganz verkehrt. Woher aber nen brauchbaren WLAN-Treiber nehmen? Sicher auf der MacOS 10.5 DVD ist einer drauf. Ich habe aber nur ein 10.4 dazubekommen – und kaufen werde ich mir keine aktuellere Version. Also mal ein bisschen geschaut, was da genau drin ist.

Unter FreeBSD laeuft der eingebaute Atheros-Chip auch noch nicht sauber, unter Windows wird er von vornherein garnicht mit Treibern versorgt. Auch uebers Windows-Update gibts keine Neuerungen. Auf den Apple-Seiten gibts zwar Bootcamp-Updates, diese enthalten aber keine WLAN-Treiber-Updates. Und Treiber an sich findet man bei Apple auch nicht. Also machte ich mich zunaechst auf die Suche mittels Vendor-ID und Subsys-ID, leider ohne Erfolg. Also mal direkt nach dem verbauten Chip gesucht. Die Informationen, die mir zur Verfuegung standen waren etwas duerftig: Atheros 5007 oder 5008, b/g/n-faehig. Zu meinem Glueck gibts da aber nicht allzuviele Modelle von. Nach ein wenig Googlen kam mir eine Mini-PCIexpress-Karte von Gigabyte unter die Finger, die eben diesen Atheros-Chip verwendet: GN-WS50G-RH (1.0). Die Treiber, die Gigabyte dort anbietet, laufen bisher recht brauchbar auf meinem Vista x64. Nun fehlen noch ein paar andere Dinge, z.B. das Apple-Tastatur-Zeug, aber ich glaub dadrauf kann ich auch verzichten. 🙂

Nachtrag: Noch bin ich auf der Jagd nach Treibern fuer den integrierten Soundchip. Das ist irgendwas Sigmatel-artiges. Unter FreeBSD laeuft er hervorragend, unter Windows passt jedoch kein Treiber so recht. Wer ne Idee hat, kann mir die ja mal als Kommentar hinterlassen.

Serverumzüge geschafft

Freitag, August 8th, 2008

So langsam kehrt wieder Ruhe ein. Die beiden Serverumzüge sind fast geschafft. An einigen Ecken und Kanten muss ich noch ein wenig frickeln, aber 95% aller Dinge laufen erstmal wieder. Das heisst fuer mich also bald erstmal: Wochenende.

Achja, was die Alathair-Sphere betrifft: Sie laeuft jetzt auf einem CentOS5 x64 – ohne Probleme. Das auf dem alten Server schien also ein SuSE-Problem gewesen zu sein. Die Zeiten fuer einen Worldsave – wird alle 20 Minuten erstellt – sind auf etwa 4 Sekunden gesunken. Das ist eine Verbesserung von ueber 10 Sekunden im Gegensatz zum alten Server. Weiterhin braucht das riesen Datenbank-Update-Script nun nur noch etwa 11 Minuten statt vorher 18. Eine Geschwindigkeitssteigerung, die wir wohl dem Opteron, 4GB RAM und dem RAID1 zu verdanken haben. 🙂

Das Maschinenbau-Forum konnte ohne weitere Schwierigkeiten wieder zum Laufen gebracht werden. Ich warte im Moment nur noch auf das neue SSL-Zertifikat. Warum das so lange dauert, weiss ich nicht.

Auch die anderen Seiten funktionierten ohne Probleme einfach wieder. Es war insgesamt eine doch recht ansehnliche Datenmenge, die den Umzug so derart in die Laenge gezogen hat.

Server down

Donnerstag, Juli 31st, 2008

Im Moment ist es der Super-GAU. Mein dedizierter Server will nach einem Update nicht mehr. Nun heisst es gut ueberlegen, was tun. Im Moment glaube ich, dass eine Neuinstallation die schnellste Loesung ist. Die ist zwar nicht schoen und macht viel Arbeit, aber das reparieren geht nicht voran. Umso mehr ich hier am frickeln bin, umso mehr geht gerade kaputt. Von der Nicht-Erreichbarkeit des Servers sind unter anderem das Maschinenbau-Forum und die Seiten des UO-Shards Alathair betroffen.

Ich habe vorhin versucht das anstehende Plesk-Update auszufuehren – keine gute Idee. Nachdem der Installer fuer das Plesk 8.6.0 anlief, bekam ich ziemlich schnell die Mail, dass etwas nicht stimmte. Das war eigentlich bisher bei jedem Update der Fall. Aber diesmal war es nicht wirklich reparabel. Er hatte ein halb installiertes Plesk 8.6.0 und ein halbes 8.4.0. Beim Reparaturversuch wurde es nicht besser. Am Ende habe ich also nichts mehr richten koennen. Und fange mit dem Backup der Daten an. Vielleicht kann ich ja waehrenddessen mal ein paar Stunden schlafen – das Kopieren wird Ewigkeiten dauern.

[2008-07-31, 0400 Uhr] Backup wird erstellt und auf einen anderen Server kopiert.
[2008-07-31, 1200 Uhr] Backup kopiert noch immer, Datenbanksicherung ist schon fertig – funktioniert sogar. Die restlichen Daten kopieren – es wird also zu keinem Datenverlust kommen.
[2008-07-31, 1740 Uhr] Backup wird immernoch kopiert, das dauert leider bei diesen Datenmengen eine kleine Ewgikeit.
[2008-07-31, 2345 Uhr] Backup ist abgeschlossen; jetzt noch Sicherstellung, dass sie auch in Ordnung sind. Danach gehts dann zur Neuinstallation.
[2008-08-01, 0330 Uhr] Backups sind in Ordnung. Die neue Hardware ist auch schon verfuegbar. Ich brauche also nicht in ein paar Tage nochmal alles umziehen, sondern kann direkt auf den neuen Server. An dieser Stelle: Hut ab vor 1und1 fuer die schnelle Bereitstellung – Server gegen 23 Uhr bestellt, gegen 2 Uhr war er einsatzbereit. Die Installation laeuft. 🙂
[2008-08-02, 2130 Uhr] Fast alle Seiten sind nun wieder funktionsfaehig. Der Rest wird dann heute nacht folgen. Wenns Probleme geben sollte, einfach ne Mail an lando@lando.cc

Um nochmal lobenswert 1und1 zu erwaehnen: um 0:42 bekam ich die Auftragsbestaetigung fuer den neuen Server (nachdem ich vorher den Freischaltcode eingegeben hatte). Etwa eine halbe Stunde spaeter bekam ich eine Mail, die mir den Abschluss der Einrichtung bestaetigte – das war schnell. 🙂

FreeBSD8amd64 bei Strato

Freitag, Juli 25th, 2008

Die aktuellen dedizierten PowerServer bei Strato sind ein relativ ansprechendes Angebot. Seit einiger Zeit habe ich ja einen – so langsam ist es aber mal dran, dass er ausgetauscht wird. Nun habe ich mir also einen neuen Server geholt. Dieser hat ein Software-RAID1, einen Opteron 146 und 1GB Ram. Dort habe ich dann versucht ein FreeBSD mittels Depenguinator 2 zu installieren – das war leider nicht moeglich. Also habe ich mir in Qemu ein 2GB AMD64-Image gebastelt. (siehe dazu auch: http://www.hcesperer.org/howtos/fbsd_alturo.html) (mehr …)

FBSD7amd64 bei Server4You

Dienstag, Juli 15th, 2008

Nachdem ich im letzten Artikel beschrieben habe, wie man den Depenguinator auf einem S4Y-Server einsetzt, fehlt nun nur noch die eigentliche FreeBSD-Installation.

Nachdem man das System depenguiniert hat, kann man sich mit ssh wieder auf die Kiste verbinden. Hierzu brauchen wir wieder das Keyfile, dass wir in der vorherigen Anleitung angelegt haben.

ssh -i id_rsa root@SERVER

(mehr …)

Depenguinator 2.0 auf S4Y-Server

Freitag, Juli 11th, 2008

Server4You ist wohl einer der Anbieter, die dedizierte Server fuer relativ wenig Geld unters Volk bringen. Leider hat man dort nur die Wahl zwischen Linux und ggf. einem Windows. Da das fuer mich eigentlich mitlerweile keine wirklich schoene Option mehr ist, habe ich mich mal eine Weile umgesehen. So einfach ist es nicht dort ein FreeBSD zu installieren, da das RescueSystem nicht einfach ist und Zugriff auf eine Konsole hat man bei S4Y auch nicht inklusive.

Es gibt jedoch eine Moeglichkeit um auch hier ein FreeBSD zu installieren. In frueheren Zeiten (FreeBSD5) konnte man das mit dem Depenguinator 1 erledigen – mit aktuellen FBSDs funktioniert das jedoch nicht mehr. Mitlerweile gibt es einen Nachfolger: Depenguinator 2.0. Mit ihm ist es moeglich ein FreeBSD so in eine RAM-Disk zu legen, dass man dies booten und dann mit der Installation weiter machen kann. 🙂

Zunaechst mal braucht man also einen dedizierten Server4You-Server (keinen VServer), weiterhin etwas FreeBSD-Know How und natuerlich Geduld und ein bisschen Frickelwillen. Die Anleitung unter http://www.daemonology.net/blog/2008-01-29-depenguinator-2.0.html hilft zwar schon viel weiter, aber so ganz hat es bei mir damit dann doch nicht funktioniert.

(mehr …)